WARNUNG: Nicht für Kinder geeignet: Hassprediger am Werk.
Vor einiger Zeit schrieb ich hier über die “Aktion „Kinder in Gefahr“" eine radikal-christliche Bewegung, die unter dem Deckmantel des Jugendschutzes ihre christlich-fundamentalistischen Ideen unter die Menschen bringen möchte – fröhlich in der Moral des Mittelalters verhaftet, hetzt man gegen alles Böse in der Welt (Bravo, Beleidigung christlicher Symbole etc.= und natürlich gegen die böse, böse Homosexuellen-Lobby. Nächstenliebe, immerhin ein christliches Motiv aus diesem Buch mit dem Kreuz drauf, ist anders.
Diese, so der immer noch nicht videogene Sprecher, Mathias von Gersdorff, bedrohe die Religionsausübung in Deutschland. Das Argument geht so: Wenn die armen Christenmenschen und die homophoben Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften nicht mehr ihre Meinung über Homosexuelle äußern dürften, weil die „Homo-Lobby“ (meine Verkürzung) dafür sorge, dass das Gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert wird und gegen Homophobie kämpft, sei damit die Religionsfreiheit untergraben.
Zum Glück für den aufgeklärten Teil der Gesellschaft leben wir nicht in einem christlichen Staat. Auch wenn die Gleichstellung von homosexuellen Mitmenschen noch peinlich rückständig ist in Deutschland (super fortgeschritten im Vergleich zu Saudi-Arabien natürlich…), ist es doch ein gutes Zeichen, dass sich in der Politik Kräfte dafür stark machen, die latente bis manifeste Homophobie in der Gesellschaft nicht mehr hinzunehmen, aufzuzeigen und zu bekämpfen. Dazu gehört auch Erziehung an den Schulen, in den Kindergärten, überall.
Klar ist, nicht jeder Mensch wird davon überzeugt werden können. So wie es wohl noch eine ganze Weile Rassisten, Antisemiten und Nazis geben wird, wird es auch noch Menschen wie Gersdorff geben – gefangen in ihrer christlich-spießigen, heteronormativ geprägten Kleinstwelt.
Hihi: Gerade noch gefunden. Eine schöne Gesamtzerlegung der Ideologie von „Kinder in Gefahr“ bei „The Gay Dissenter“
Hier passt es besser (sorry für Doppelkommentar):
Das dieser Mathias von Gersdorff kräftig einen an der Murmel hat, sieht man nicht nur im Video….
Wenn´s nicht so traurig wäre, man könnte tatsächlich darüber lachen. Und da werden die Fanatiker/Fundamentalisten immer noch auf der islamischen Seite gesucht…
Eigentlich sollte er sich mal bei den Comedy-Castings der Privaten bewerben. Möchte wetten, dass der gleich ne eigene Show bekommt.